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Akademie Arzt Ausland Approbation
DIE FACHSPRACHENPRÜFUNG
BEI DER ÄRZTEKAMMER NORDRHEIN

Allgemeines

Die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) hat seit Januar 2014 für die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln die Fachsprachprüfung übernommen. Die Übernahme der Fachsprachprüfung für ausländische Ärztinnen und Ärzte durch die ÄkNo geht auf einen Beschluss der NRW-Landesregierung zurück.

Nach dem Eingang der Anmeldung nimmt die Kammer in der Regel per E-Mail mit dem Antragsteller Kontakt auf und fordert den Antragsteller auf, die Verwaltungsgebühr für die Fachsprachprüfung in Höhe von derzeit 300 Euro zu überweisen. Nach Eingang der Gebühr wird dem Antragsteller ein Prüfungstermin zugeordnet und er erhält von der ÄkNo ein Schreiben, in dem ihm neben dem Prüfungstermin alle notwendigen Informationen für die Prüfung mitgeteilt werden. Das Schreiben enthält auch die Uhrzeit, zu der sich der Antragsteller am Prüfungsort einfinden muss.

Die Fachsprachprüfung soll so praxisnah wie möglich sein. Alle Elemente sind bereits aus dem Klinikalltag bekannt. Die Prüfung bezieht sich nur auf die Fachsprache und nicht auf das medizinische Grundwissen. Für die Fachsprachprüfung ist es nicht erheblich, ob eine falsche Diagnose gestellt oder eine verfehlte Behandlungsoption genannt wird. In die Bewertung fließt lediglich der sprachliche Umgang mit der jeweiligen Situation ein.

Die Sätze müssen in sich stimmig sein. Eine Aussage wie zum Beispiel: "Bei einer Humerusfraktur ist der Fuß einzugipsen." wird die Nachfrage nach dem Verständnis der Worte "Humerus" und "Fuß" nach sich ziehen. Es wird ein flexibler und gegebenenfalls umschreibender Sprachgebrauch gefordert.

Die 60-minütige Prüfung unterteilt sich in 3 Stationen von jeweils 20 Minuten Dauer, dem Arzt-Patienten-Gespräch, der Dokumentation und dem Arzt-Arzt-Gespräch.

Der Prüfling führt mit einem Patienten ein Anamnesegespräch. Die Rolle des Patienten nimmt ein Schauspieler ein. Der Prüfling behandelt ihn jedoch wie einen ganz normalen Patienten. So dass ein Arzt-Patienten-Gespräch simuliert wird, wie es aus dem Behandlungsalltag bekannt ist. Diese Methode stellt sicher, dass jeder Prüfungskandidat einen gleich schweren Fall erhält.

Die Anamneseerhebung geschieht genauso wie dies im Studium erlernt wurde. Nachdem sich der Prüfling ein Bild von dem Patienten gemacht hat, erläutert er seine Verdachtsdiagnose und unterbreitet dem Patienten Vorschläge zur weiteren Diagnostik und Therapie. Dem Patienten sollen die als sinnvoll erachteten Maßnahmen erklärt und auf Rückfragen reagiert werden.

Dabei ist zu beachten, dass Patienten wenig mit medizinischen Fachausdrücken vertraut sind. Es ist wichtig, dass der Patient den zu prüfenden Arzt sicher und gut verstehen kann.

In der zweiten Station soll der Prüfling die Anamnese in einen Anamnesebogen übertragen. Dazu erhält der Prüfling von der ÄkNo ein vorgefertigtes Formular, wie es in jedem Krankenhaus des Kammergebietes in den Grundzügen vorhanden ist.

Die dritte Station der Prüfung stellt die Situation einer Visite nach. Hier trifft der Prüfling mit zwei Ärztinnen oder Ärzten zusammen (zum Beispiel einer Chefärztin und einem Oberarzt). Der Prüfling stellt den Ärzten in strukturierter Weise die in Station 1 gesehene Patientin oder den Patienten vor.

Die Gesprächspartner sind Ärztinnen und Ärzte, sodass hier keine Laiensprache angewendet werden muss, sondern in der medizinischen Fachsprache kommuniziert werden soll. Es ist wichtig, über ein klar strukturiertes Vorgehen die Informationen zu der Patientin oder dem Patienten zu verdeutlichen. Hierbei sollte der Prüfling auch seine eigene Einschätzung der Lage und seine Ideen zur weiteren Behandlung erläutern.

Nach der Patientenvorstellung werden die beiden Ärzte einige Rückfragen dazu stellen. Auch können die ärztlichen Kollegen dem Prüfling weitere Unterlagen zu dem Patienten vorlegen, die dieser bewerten soll.

INHALTE DER KENNTNISPRÜFUNG

Die Kenntnisprüfung ist eine mündlich-praktische Prüfung mit Patientenvorstellung, die sich im Wesentlichen an den Vorgaben des Dritten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung nach der ÄApprO orientiert.

1. Patientenvorstellung

Die Prüfungskommission weist Ihnen im Rahmen der Patientenvorstellung eingangs einen Patienten zur Anamneseerhebung und Untersuchung unter Aufsicht zu. Hierüber fertigen Sie einen schriftlichen Bericht, der Anamnese, Diagnose, Prognose, Behandlungsplan sowie eine Epikrise des Falles enthält. Der Bericht wird nach Fertigstellung von einem Mitglied der Prüfungskommission gegengezeichnet und muss beim Prüfungstermin vorgelegt werden. Er ist Gegenstand der Prüfung und in die Bewertung einzubeziehen.

Der Zeitrahmen für die Anamneseerhebung/Untersuchung bzw. die Erstellung des Berichts wird von dem aufsichtsführenden Kommissionsmitglied aufgrund der Besonderheiten des jeweiligen Behandlungsfalls festgelegt; er sollte die Dauer von jeweils 30 Minuten nicht überschreiten.

2. Mündlich-praktische Prüfung

Die mündlich-praktische Prüfung findet am selben Tag in Gruppen mit bis zu vier Kandidaten statt. Jeder Kandidat soll nicht länger als 90 Minuten geprüft werden. Die Prüfung erstreckt sich grundsätzlich auf die Fächer Innere Medizin und Chirurgie. Ergänzend werden stets Aspekte aus den Bereichen Notfallmedizin, Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie, Bildgebende Verfahren, Strahlenschutz und Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung abgefragt.

Das Prüfungsgespräch bezieht sich zunächst auf die Patientenvorstellung. Danach erhalten Sie weitere fächerübergreifende praktische Aufgaben mit Schwerpunkt auf den für den ärztlichen Beruf wichtigsten Krankheitsbildern und Gesundheitsstörungen. Insgesamt orientieren sich die Fragestellungen an den Anforderungen der ärztlichen Praxis. Bei unzureichenden Sprachkenntnissen kann die Prüfung abgebrochen werden. Eine bestehende Berufserlaubnis kann in diesen Fällen aus Patientenschutzgründen widerrufen werden.

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